Alzheimer

Wissenswertes über Alzheimer:

Im Jahr 1906 beschrieb der deutsche Neuropathologe und Psychiater Alois Alzheimer erstmals diese Symptome der Erkrankung, die heute seinen Namen trägt. Der Mediziner machte im Gehirn Betroffener typische mikroskopische Veränderungen als Ursache für das Krankheitsbild aus. Morbus Alzheimer zeichnet sich für mehr als die Hälfte aller Demenzen verantwortlich und ist damit die häufigste Form einer Hirnleistungsschwäche im Alter. Schätzungen zufolge sind etwa 5 Prozent der über 65-Jährigen und 20 Prozent der über 80-Jährigen davon betroffen. Etwa 100.000 Österreicher leiden an der Alzheimer-Demenz, bis zum Jahre 2050 wird sich diese Zahl nach Meinung von Experten mehr als verdoppelt haben. Selten beginnt die Krankheit vor dem 65. Lebensjahr. Tritt die Erkrankung vor diesem Zeitpunkt auf, spricht man von präseniler Demenz vom Alzheimer-Typ.

Die Diagnose Alzheimer-Demenz wird mit etwa 95-prozentiger Sicherheit gestellt. Es gibt zur Zeit noch keine ausreichend spezifischen Tests. Völlige Gewissheit bietet nur die mikroskopische Untersuchung des Gehirngewebes, die jedoch wegen der Operationsrisken zu Lebzeiten nicht durchgeführt wird. Um zur Diagnose zu kommen, ist für den Arzt die Unterhaltung mit dem Patienten und dessen Angehörigen oft aussagekräftiger als bestimmte Untersuchungen und Tests. Die typischen Beschwerden und der Zeitpunkt ihres Auftretens liefern dabei entscheidene Informationen. Um andere Krankheiten auszuschließen, führt der Arzt eine gründliche körperliche Untersuchung durch und lässt ein komplettes Blutbild (inkl. Schilddrüsenwerte, Vitamin B 12, Folsäure) sowie einen Harnbefund erstellen.  Des Weiteren können eine Computertomographie (CT) und eventuell andere bildgebende Verfahren zur Darstellung des Gehirns (MRT, SPECT, PET) sich als sinnvoll erweisen.

Psychologische Tests:

Es gibt mehrere psychologische Tests, die die Beschwerden objektivieren und eine Einschätzung des möglichen Verlaufs zulassen. Um den Grad an geistigem Verfall zu messen, wird üblicherweise die Mini-Mental State Examination (MMSE) durchgeführt. Dieser standardisierte Test umfasst 30 Aufgaben, die Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Rechenfertigkeit, Erinnerungsfähigkeit und Sprache betreffen. Er ergibt einen Wert, der international anerkannt und in weiterer Folge zur Wahl der medikamentösen Therapie eingesetzt wird. Ein Schwachpunkt des Tests ist allerdings, dass Menschen mit höherem Bildungsniveau darin besser abschneiden, als es ihrem Krankheitsstatus entsprechen würde.

Uhrentest:

Ein einfacher Test ist beispielsweise der Uhrentest: Man lässt den Betroffenen eine Uhr aufzeichnen, die Ziffern und eine vorgegebene Uhrzeit eintragen. Das Zeitverständnis wird beim Kind erst relativ spät entwickelt und geht daher bei einer Demenz früh verloren; denn erworbene Fähigkeiten werden in umgekehrter Reihenfolge wieder verlernt. Zur weiteren Abklärung können auch andere psychologische Tests und Befragungen durchgeführt werden.

 

Veröffentlicht am: 8. Jan.. 2014

9 Kommentare zu “Alzheimer”

  1. Sabine sagt:

    Hallo liebe Senioren!

    Meine Schwester leidet auch unter einer Alzheimererkranung. Es ist oftmals sehr schwierig damit umzugehen, weil oft unerwartete Situationen auftreten. Sie muss regelmäßig zum Neurologen damit sie auf die Medikamente optimal eingestellt wird. Wer hat noch Erfahrungen über Alzheimer und kann mir diesbezüglich berichten?

  2. erich sagt:

    hallo liebe Senioren und Seniorinnen, liebe Frau Sabine!

    Meine Gattin leidet ebenfalls an einer leichten Alzheimererkrankung, was das tägliche Leben oftmals etwas schwierig macht. Ich mache mit meiner Gattin täglich Gedächtnisübungen, dass heßt mit ihr die Tageszeitungen mehrmals durchlesen und immer wieder Kreuzworträtsel mit ihr gemeinsam lösen! Hoffe ich höre bald wieder von Ihnen, falls Sie Neuigkeiten haben! Liebe Grüße Erich

  3. Rosalinde sagt:

    Grüß Gott!

    Auch meine beste Freundin leidet an massiver Alzheimererkrankung. Obwohl wir uns schon seit Jahrzehnten kennen, kommt es mir vor, als ob sie mich nicht immer erkennt. Das ist eine ganz schwierige Sache. Ich lese daher sehr viel über die Krankheit Alzheimer. Hoffentlich gibt es irgend wann einmal ein Medikament, welches die Krankheit eindämmt. Ich habe auch Sorge, dass ich einmal an dieser Krankheit erkranken könnte. Da ich alleine bin, weiß ich natürlich nicht wie es dann weitergehen soll. Gruß an alle Senioren, welche gerade auch im SeniorenNetz sind, Rosi!

  4. Christa sagt:

    Hallo liebe Senioren und Seniorinnen!

    Ich habe ebenfalls eine Mutter welche an Alzheimer erkrankt ist. Meine Mutter wird täglich von der Hauskrankenpflege betreut. Laut Informationen in diversen Fachzeitschriften wird schon an Medikamente für Alzheimererkrankungen geforscht! Hoffe es gibt bald ein Medikament, welches diese Erkrankung stoppt bzw. reduziert! Liebe Grüße an alle die auch mit diesem Gesundheitsproblem zu kämpfen haben! Liebe Grüße Ihre Christa

  5. Ernestine Sulzbacher sagt:

    auch ich habe angst einmal an alzheimer zu erkranken! hoffe jedoch, daß dann jemand da ist der mir dann hilft und mich auch unterstützt! ich bin zwar schon ein älterer jahrgang, aber derzeit geht es mir noch recht gut!

    hermine sulzbacher

  6. Bacher Gerti sagt:

    Grüß Gott!
    Habe schon viel über Alzheimer in den Medien gehört und auch in diversen Fachzeitschriften gelesen. Ist wirklich schlimm diese Krankheit. Daher ist es umso wichtiger, dass man für sich selbst vorsorgt, damit man dann gut versort ist. Ich habe vor kurzem für mich und meinen Gatten eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung abgeschlossen!

  7. Seniorin sagt:

    Mein jüngerer Bruder ist erst 65 Jahre und leidet schon an Alzheimer! Für mich als Schwester ist das schockierend, da unsere Mutter nicht an Alzheimer litt,sie ist damals jedoch schon früh verstorben, daher ist es auch nicht gewiss, ob sie, wenn sie älter geworden wäre auch an Alzheimer erkrankt wäre. Mir tut mein Bruder leid, da ich ja schon älter als er bin und falls ich ihn nicht mehr helfen kann, wer hilft ihm dann?

  8. Ludwig sagt:

    Sehe gerade im ORF 2 den Film „Die Auslöschung“ mit Brandauer! Ich bin schockiert über den Krankheitsverlauf! Hoffentlich trifft es mich nicht einmal!

  9. Bettina sagt:

    Eine ganz grausliche Krankheit. Hoffentlich trifft es mich nicht! Habe Angst vor dieser Krankheit…

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